- Schwachstelle
- Eine technische oder organisatorische Schwäche, die ausgenutzt werden kann. Das kann ein Programmfehler, eine Fehlkonfiguration, ein überprivilegiertes Konto oder ein ungeprüfter Ablauf sein.
- Bedrohung
- Ein möglicher Auslöser eines Schadens. Dazu zählen automatisierte Angriffe, gestohlene Zugangsdaten, ein fehlerhaftes Update, ein Bedienfehler oder ein Ausfall beim Dienstleister.
- Risiko
- Die Verbindung aus Eintrittsmöglichkeit und möglicher Auswirkung auf Verfügbarkeit, Vertraulichkeit oder Integrität. Ein Risiko wird nicht allein durch die Zahl gefundener Warnungen beschrieben.
- Vorfall
- Ein Ereignis, das Schutz oder Betrieb tatsächlich beeinträchtigt oder ernsthaft gefährdet. Dafür braucht es vorab einen Melde- und Entscheidungsweg.
Das NIST Cybersecurity Framework 2.0 ordnet Sicherheitsarbeit in sechs Funktionen: Govern, Identify, Protect, Detect, Respond und Recover. Für eine Website lässt sich das sehr praktisch lesen. Zuerst werden Verantwortung und Bestand geklärt. Danach folgen Schutzmaßnahmen, Überwachung, Reaktion und Wiederherstellung. Wer nur „Protect“ betrachtet, bemerkt einen erfolgreichen Angriff möglicherweise zu spät und hat keinen belastbaren Weg zurück.
Auch eine statische Website ist nicht automatisch risikofrei. Sie kann von Server, DNS, Formularendpunkt, Zugangskonten, Entwicklungswerkzeugen und externen Diensten abhängen. Ein komplexes Redaktionssystem bringt zusätzliche Softwarekomponenten und Administrationsoberflächen mit. Die passende Absicherung beginnt deshalb mit einem realen Inventar und nicht mit einer pauschalen Pluginliste.